Abi Wallenstein: Step in time

Als Muddy Waters, John Lee Hooker oder B.B. King ihre besten Songs aufnahmen, war Abi Wallenstein ein junger Spund und der Blues erlebte gerade einen Boom in Deutschland. Das ist mehrere Jahrzehnte her, der Blues wird kaum noch von echten Persönlichkeiten gezimmert, stattdessen regieren eifrig studierende Neotraditionalisten und alte Sidemen verstorbener Legenden den recht berechenbaren Output.
Wallenstein ist inzwischen älter geworden, singt auch irgendwo etwas in Sachen "Keep the blues alive", aber er muss sich keine Sorgen machen. Wenn diese Raspelstimme erklingt, wenn seine umgebaute Höfnerklampfe sich wie die National von Son House anhört, aber dennoch ganz eigen ins Ohr geht, wenn Abi die Beatles oder die Stones so dreist neu einspielt wie diese einst die schwarzen Gesellen von drüben, dann ist Jubel fällig. Mit famosen Gästen an Harp, Akkordeon, Drums, Tuba oder dem spanischen Cajon lässt sich Step In Time gut genießen. Das Menü enthält Gumbo aus New Orleans, brachiale Wurzeln aus Detroit, gepfeffertes Zeug aus Mississippi, den Taxman aus Liverpool und das Salz von der Alster.

16,90 €

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