Das Bierbeben: Alles fällt

Die “Featuring members of Tocotronic, Phantom/Ghost, Superpunk, Stella, Pop Tarts, Gary”-Combo DAS BIERBEBEN trifft in „Alles fällt“ einen Ton, der zwar die technoide Farbe seines Vorgänger-Albums und der Singles verloren hat, aber umso reiner wirkt. Sie haben ein schönes Stück Musik gemacht, das womöglich wenig Fans finden wird, aber doch vollkommen rund ist, absolut stimmig in sich. Die Konsequenz mit der hier bestimmte Stimmungsbilder gezeichnet werden ist vielleicht einmalig. Und das Gefühl mit gebundenen Händen der ganzen Scheiße da draußen zusehen zu müssen, zu wissen, dass jeder Kampf wenig Aussicht hat und alle Kämpfe, die man schon ausgetragen hat, wenig fruchtbar gewesen sind, ist eine Emotion, die viele Menschen teilen. Ob von diesen Menschen die Kälte und Resignation angenommen wird, entscheidet das gewählte Medium. Die Musik schreckt sicher zunächst ab, da Spaß und Unbefangenheit eher Gefühle sind, die man leicht annimmt. Dieser einfachere Weg wurde aber nicht gegangen. Doch in der erst etwas abschreckenden Hülle verbirgt sich wahre Schönheit. Eine Schönheit, die sich nicht von Super-Produzenten im 5-Millionen-Euro-Studio synthetisieren lässt. Sondern eine Schönheit, die aus der Realität wächst, die von dem starken Schritt lebt, den die Musiker gemacht haben, den Blick über die träumerischen, wohl auch revolutionären Jahre zurückschweifen zu lassen und daraus Erkenntnis zu ziehen.

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