Jan Delay: Mercedes Dance Live

Wenn eine Spitzen-Live-Combo wie Disko No. 1 an den Start geht und neben Mr. Delay auch die Herren Arfmann und Tropf an den Reglern Hand anlegen, lässt der Fettgehalt des Sounds keine Wünsche offen. Jan Delay kann einem sympathisch sein oder auch nicht. Man kann seine Ansichten zu diversen Themen teilen, oder auch nicht. Der Umstand, dass sich der näselnde Hamburger zu einer Tipptopp-Bühnenpersönlichkeit entwickelt hat, steht außer Frage.

"Und jetzt geht mal bitte alle schön ab, heute abend!" Die Aufforderung könnte überflüssiger kaum ausfallen. In Zürich, Mannheim und Köln, so die Stationen, die für die Mitschnitte gewählt wurden, brüllt sich unüberhörbar bestens gelauntes Publikum kollektiv die Lunge aus dem Hals.
 
Jan Delay widmet sein Album dem Geist der Talking Heads, Bob Marley & den Wailers, Busta Rhymes & Spliff Star, James Brown & den JBees, Liam Gallagher und Harald Juhnke. Die Kollegen dürften sich mit der Leistung des Chefstylers überaus zufrieden zeigen. Funk und Reggae gehören eben einfach in kein klinisch reines Studio, die bringt man tunlichst schweißgetränkt unters Volk.
Mannheim johlt völlig zu Recht, wenn Jan Delay und Disko No. 1 Das Bos Miami Bass-Bootyshaker "Türlich Türlich" auf Cameos "Word Up" donnern lassen. Und wenn "die glücklichsten Glückspilze auf der ganzen Welt", die Zeugen des einzigen Auftritts Udo Lindenbergs im Rahmen der "Mercedes Dance"-Tour werden durften, der unfassbar gelungenen Kollabo "Im Arsch" lauschen, wünscht man, man wäre dabei gewesen.

TRACKLISTE
1.   Mercedes-Dance Intro
2.   Klar
3.   Kartoffeln
4.   Kirchturmkandidaten
5.   Vergiftet
6.   Raveheart
7.   Plastik
8.   Türlich, Türlich / Word Up
9.   Feuer
10. Für Immer Und Dich
11. Ahn' Ich Gar Nich'
12. Die Sonne, Die Scheint
13. Im Arsch
14. Irgendwie, Irgendwo, Irgendwann

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