Lalah: Ich wär soweit
Elektronisch-organisch, so die treffende Selbstauskunft Lalahs zu ihrem Debütalbum "Ich wär soweit" - einer wundervollen Liaison zwischen Jazz, Elektro und Pop.
Kennt man Dörte Benzners Biographie, so scheint die Ansage "Ich wär soweit" gerechtfertigt. Als Lalah blickt sie auf Jahre des Musizierens zurück: Durch Gastauftritte auf Compilations (Hotel Côstes) oder Alben von Johnny Liebling und Rotoskop kennt man bisher ihren Namen; auf Bühnen von Hamburg bis New York stellte sie ihr musikalisch wie lyrisches Können unter Beweis. Hinzu kommt ihr fotographisches und zeichnerisches Talent. Höchste Zeit also für das Solodebüt des kreativen Tausendsassers.
Mit "Sommernacht" steigt man in die Platte ein, eine poetische Hommage an das Dunkel der heißen Jahreszeit. Im Auto geht es dem Morgengrauen entgegen, die Stadt liegt bereits ein gutes Stück hinter uns. Der jazzige Pop, mit minimalistischen elektronischen Elementen gepaart, nimmt den Hörer sofort gefangen. Eben dieser angenehme Sound sowie ihre stimmungsreichen Verse ziehen sich als roter Faden durch die gesamte Scheibe und machen "Ich wär soweit" zu einem musikalischen wie textlichen Leckerbissen.