Oma Hans: Peggy

Das OMA HANS Album mit dem alles andere als bedeutungsschwangeren, aber sehr schönen Titel „Peggy“ enthält eine Art von Musik, die man der Einfachheit halber als Punk bezeichnen könnte, ABER wer den Werdegang von OMA HANS nur ein wenig verfolgt hat (Vorgängerbands: Angeschissen, Blumen am Arsch der Hölle und Dackelblut), und nun dieses Album hört, der wird feststellen müssen, dass „Peggy“ einigen Dogmatikern des „Ganz tolle deutsche Texte“-Lesestuhlkreises oder auch den Sitzenbleibern der Punk-Rock–Vorschule das Licht ausknipst und mit einer Taschenlampe in’s Gesicht leuchtet. Und das dann 30 Minuten lang. Länger wäre nicht gut und macht womöglich blind.
Jens Rachut (aktuelle Band: Kommando Sonne-nmilch), von dem wieder alle Texte stammen, zeichnet auf „Peggy“ ein Puzzle, das von tief-schwarz bis grell-bunt alle Farben beinhaltet. Nicht um der Vielseitigkeit willen. Sondern weil es einfach so kommt, wenn man bei Bodennebel in einem See badet oder wenn mit Liebe Gekochtes in ein Gebüsch gekotzt wird und man trotzdem wieder um alles Wertvolle spielen will, was man später wieder vergessen wird. Parolen werden auf PEGGY nicht gedroschen. Die darf sich jeder zwischen den Zeilen herausschneiden und selbst ausmalen.
Blutige Anekdote: Drummer Armin blieb mit einem Finger am Zaun hängen... drum sprang Stephan Mahler (Slime, Kommando Sonne N-Milch) kurzfristig im Studio ein.

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