Rocko Schamoni: Sternstunden der Bedeutungslosigkeit (Live-Lesung)
Lieber Lesezirkel,
es gibt Leute, die behaupten, dass Hörbücher reine Resteverwertung wären. Dass man Bücher lesen müsse, um sie zu begreifen, erleben und interpretieren zu können. Um sie mit eigenen Figuren und Gestalten bevölkern zu können.
Wir fragen: Was soll so eine miese Behauptung? Die Leute, die so etwas behaupten, wollen doch nur etwas gegen Hörbücher machen, aus Missgunst, aus kleinbürgerlichem Neid, vermutlich um den Erfolg auf ihre kleinen schwachen Bereiche zu lenken. Zum Beispiel Taxifahrer, Chefärzte oder Nazis. Solche Leute sollte man wirklich für lange Zeit wegsperren.
Rocko Schamoni möchte versuchen, den Hörer das Buch mit den Ohren lesen zu lassen, was eine weitaus anspruchsvollere Aufgabe ist, als es banal und wie jeder andere mit den Augen zu tun. Das Ohr ist das "weibliche Sinnesorgan" (Joachim-Ernst Berendt), die tonaufnehmende Kopföffnung, man könnte sagen das "Sinnlichkeitsorgan". Und in dieses Organ, in diese Vase, in diesen Brunnen wirft Rocko Schamoni die Samen seiner Erzählung, man kann sich ganz auf ihr Blühen konzentrieren, anstatt aggressiv mit den Augen die Buchstaben aus den Büchern zu reißen, um einen unfruchtbaren, abgeholzten Papierdschungel zurückzulassen.
Lassen Sie sich nicht von den Neokulturpessimisten dieser Welt auf ein staubiges Leben zwischen vergilbten Buchstaben festnageln. Gehen Sie mit Rocko Schamoni neue Wege in das Reich der klingenden Buchstaben!
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Aufgenommen wurde die Lesung in Köln - Rocko Schamoni, seine Familie und das Publikum sind in prächtigster Form!