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Heinz Strunk
Trittschall im Kriechkeller
CD

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Details

Viel ist über ihn geschrieben worden in den letzten Monaten. Richtiges und weniger Richtiges, Heiteres und Ernstes, doch ist sämtlichen Versuchen eines gemein: Es sind Versuche geblieben, oft wirr dilettierende Annäherungen, Ärgernisse großen Stils: Nennen wir nur die verrücktesten Thesen: Seine Kunst sei monokausales Spezialentertainment, eine Enklave der Zerstreuung, interdisziplinäre Heimstätte für Hobbyscholastiker, ein Thinktank für Metrosexuelle oder gar unablässiger Paradigmenwechsel bis hin in ekstatische Desorientierung.

Fest steht schnell: So geht es nicht. Deshalb tasten wir uns im Zwiebelverfahren an den Künstler heran, packen wir die Nuß, wo sie zu knacken ist, erkennen wir die formatbildende Kraft seiner Arbeit. Fest steht eines: Strunk ist kein asthmatischer Blödelbarde, kein überlauter Krawallkomiker, nein, er gleicht vielmehr einem rotzigen Trüffelschwein beim grunzenden Wühlen im Humus des kranken Zeitgeistes. Gerade live entfaltet dieser Wundermensch seine ganze Wirkung, umschifft sein doppelbauchiger Showdampfer ein Reizthema nach dem anderen. Stets ruft er die 100% ab, macht aus dem Fragezeichen ein Ausrufungszeichen, verwirrt mit seiner charakteristischen Melange aus Rentnerhumor, Sexualschmunzeleien und Gags under pressure. Ärzte vergleichen seine Auftritte mit einer Operation ohne Skalpell, mit Heilfasten für die Psyche, Gehirnjogging für alte Junge und junge Alte, kurz: einer große Show auf kleinem Raum. Strunks Stärke ist die Aufzählung: Brustschwimmen im toten Meer, ein Hubschrauberflug über Kassel, Blitzprügel, Gruppenskat, Flächenschmerz, Schorfspiele, Töpfern mit Chemieabfällen, Disparität, Nurdachhäuser, Gehörlosengottesdienste, Inklination, Balkanisierung. Gerade hier wird manifest: Heinz Strunk ist stets mehr; er ist undundundoderoderoder.

Die in unserer Häppchengesellschaft verbreitete Vollkaskomentalität ist seine Sache nicht, er presst die gute Laune wie durch einen Spritzbeutel von einem Kulminationspunkt zum nächsten, ein munterer Diskurs auf der Höhe der Reflexion in sachlich-frechem Duktus, Heinz Strunk, ein fleischgewordener Thinktank, der keine Grenzen zieht, sondern einreißt. Warum die Humorbranche nur ekligen, fetten und schon halbtoten Alkoholikern überlassen? Eine Frage, die man sich hinter vorgehaltener Hand durchaus einmal stellen darf.
Ist Symmetrie die Schönheit der Dummen oder die Kunst des kleinen Mannes? Sind SMS Botschaften ohne Raum oder viel mehr die Sprache des Herzens? Heinz Strunk stellt die letzten Tabus in Frage. Manchmal rotzig, oft sauernst, aber auf jeden Fall immer kackenlustig. Phänomen Strunk: Lassen wir den Grübler und Kosmopolit doch selber einmal zu Wort kommen.
O-Ton Strunk:
„Zwischen meinen Lippen ein orales Hymen, eine schwingende Membran, die das, was im Innersten schon höchste Reinheit besitzt zur Endverlautbarung gelangen läßt. Die fließende Umgebung löst sich so in lauter Festbilder auf, übrig bleibt schließlich nur noch der Impact eines isolierten Details, ein winziges Gehabefragment“ Mit anderen Worten: Es darf geschmunzelt werden! Heinz Strunk im Fokus. Ein zeitgenössischer Humorist im Faktenkorsett: Sein heiterer Wahlspruch: Extension und Implosion-Überdehnung und Zusammenbruch; mit anderen Worten: He brings you you shit for da headz, keeps on pushing da punchline, He is a total package!!! Oder wie der Vollhumanist sagt: Sui generis, durch sich selbst eine Klasse bildend. Im Vegetationskegel dieses Vollblutentertainers wird der inflationär verwendete Begriff „Body tumolto“ wieder subjektiv erfahrbar: In „Heinzers“ (wie ihn Freunde nennen dürfen) begehbarem Kleiderschrank hängen immer ein paar geile Fummel, die Lust auf mehr, oder einfach nur gute Laune machen.

Überlassen wir dem Künstler zum Schluß doch nochmal selbst das Wort.
Heinz Strunk persönlich:
„Mein Ziel ist die Etablierung des sog. modularen Denkens, also die Ablösung des in unserem Kulturkreis dominierenden linearen Denkens. Modular zu denken heißt in steps zu denken. Flexible Elemente, sog. Lines wechseln sich ab mit starren Basismodulen, den Stations. Verknüpft werden diese Bausteine durch frei flottierende Gelenke, den freezern. Entscheidend ist die Balance zwischen lines und freezern. Zentrum ist das Modul und Basis des Moduls ist die Pipeline. Ziel ist die Parzelle mit Wabenstruktur. Durch fließende Interaktion von Modul und Pipiline, dem sog gliding, fügt sich Wabe an Wabe und vervollkommnet schließlich die Parzelle.“

Word up, Man!!!

Zusatzinformation

Artikelart CD
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Label Trikont
Künstler Heinz Strunk
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